Grundsätze

Wir sind eine Fraktion, die alle Fachschaften unterstützen will, unabhängig davon, ob diese Fachschaft uns unterstützt oder nicht.

Basisdemokratie

Wir stehen für ein basisdemokratisches System an der TU Wien.
Jede Fachschaft veranstaltet meist wöchentliche Fachschaftstreffen, auf denen eingebrachte Themen diskutiert, Veranstaltungen organisiert und Entscheidungen in der Gruppe getroffen werden. Dazu sind alle TU-Studis eingeladen selbst Themen einzubringen, mitzureden und mitzubestimmen.

Alle 13 Tage findet das Fachschaften- und Referatetreffen (FsRef) statt. Dort werden aktuelle Informationen ausgetauscht, aktuelle Probleme beredet und Entscheidungen getroffen. Jede Fachschaft und jedes Referat ist eingeladen sich zu beteiligen, nicht nur diejenigen, die sich uns zugehörig fühlen. In den Sitzungen der Universitätsvertretung richten wir uns letztendlich nach den am Fachschaften- und Referatetreffen basisdemokratisch getroffenen Entscheidungen.

Diese Übertragung hat auch in den letzten zwei Jahren in vollem Umfang funktioniert, weil wir mit einer absolute Mehrheit in der Universitätsvertretung gestellt haben. Dieses System bewirkt, dass die Linie der Fachschaftsliste durch niemand anderen als durch die Studierenden der TU Wien selbst vorgegeben wird.

parteipolitische Unabhängigkeit

Wir lassen unsere Entscheidungen nicht von Parteien beeinflussen. Dazu gehört jedenfalls, dass wir weder Parteien unterstützen noch von ihnen Geld oder andere Zuwendungen annehmen.

Personen, die in einer Partei aktiv sind, können natürlich trotzdem bei uns mitmachen.

Unabhängigkeit von Firmen und anderen Organisationen

Als Liste nehmen wir prinzipiell kein Sponsoring von Firmen oder ähnlichen Organisationen entgegen.

Die HTU soll nur gegen einen klar erkennbaren Benefit für die Studierenden Förderungen von Firmen annehmen. Zusätzlich wird jedes Sponsoring im FsRef behandelt.

Ehrenamtlichkeit

Ehrenamt bedeutet für uns, dass unsere Mandatar_innen und Unterstützer_innen ihre Tätigkeit nicht zur Selbstbereicherung oder als Karrieresprungbrett ausüben. Durch die Vertretungsarbeit sollen keine Kosten entstehen.

Durch unsere Parteiunabhängigkeit haben unsere Supporter keine Aussicht auf Parteiposten und vertreten Studierende, keine Parteien.

Chancengleichheit, Gleichberechtigung

Uns sind gleiche Chancen für alle wichtig und wir versuchen, bestehende strukturelle Benachteiligungen abzubauen. Wir stellen uns diskriminierenden Handlungen und Aussagen entgegen und verteidigen die offene Hochschule gegen Intoleranz.

Insbesondere darf weder das Geschlecht, die Herkunft oder die finanzielle Stellung den Studienerfolg beeinflussen.

Keine beschränkende Studienplatzfinanzierung

Die Studienplatzfinanzierung soll nicht dazu genutzt werden, die Anzahl der Studienanfänger_innen zu beschränken.

Eine flächendeckende Regelung berücksichtigt die Diversität der Hochschulen und Studien nicht. Für die TU Wien ist es nicht sinnvoll, anhand von Absolvent_innenenzahlen die angebotenen Studienplätze festzulegen. Desweiteren ist es nicht sinnvoll, neue Maßnahmen zu setzen, bevor die Auswirkungen der neuen StEOP bekannt sind.

Freier Hochschulzugang

Wir treten gegen Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren in jeder Form auf. Sie führen weder zu besseren Studienbedingungen noch lösen sie die Unterfinanzierung der Universitäten.

Aufnahmeprüfungen wie in der Informatik können nichts über die Eignung für das betrachtete Studium aussagen. Sie führen nur zu Verdrängung in andere Studien, in erster Linie durch Abschreckung.

Andere Aufnahmeverfahren wie Motivationsschreiben oder Studieneingangsgespräche haben ebenfalls lediglich abschreckende Wirkung, es sind keine positiven Auswirkungen festgestellt worden.

Studienbeiträge machen einen vernachlässigbaren Anteil am Budget der TU Wien aus. Diese dienen somit nicht der Finanzierung der Universität sondern lediglich der sozialen Selektion unter den Studierenden und können wegen der zusätzlichen Belastung zu längeren Studienzeiten führen.

Gestaltung der Lehre an der TU

Die StEOP ist nur dann sinnvoll, wenn sie wirklich orientiert und nicht nur aussiebt. Wir sind der Meinung, dass in den verschiedenen Studienrichtungen unterschiedliche Umsetzungen sinnvoll sind. In diesem Sinne bestärken wir die Fachschaften bei der Gestaltung ihrer jeweiligen Studienpläne.

Studierende sollen frei planen können, wann sie welche Prüfung ablegen. Daher lehnen wir Prüfungsketten ab. Semesterempfehlungen sind zur Gewährleistung der Studierbarkeit ohne Kollisionen und als Richtlinie für die individuelle Planung natürlich sinnvoll.

Gesellschaftspolitik

Wir sehen Gesellschaftspolitik als untrennbar mit Vertretungsarbeit verknüpft und stehen zum allgemeinpolitischen Mandat. Insbesondere sind hier Themen für uns wichtig, von denen Studierende direkt betroffen sind.

Religion

Religion ist für viele ein großes Thema. Gemäß der Religionsfreiheit soll jeder und jede seinen/ihren Glauben leben dürfen, sofern keine andere Person in ihren Freiheiten eingeschränkt wird.